Sachsen Rallye erlebt schlimmes Wochenende

Sachsen Rallye erlebt schlimmes Wochenende

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Einen katastrophalen Saisonstart gab es bei der Sachsen-Rallye rund um Zwickau. Die Auftaktveranstaltung der DRS wurde nach einem tödlichen Unfall und unmöglichen Witterungsbedingungen nach neun von 13 Wertungsprüfungen abgebrochen.

Am Freitagabend war die Stimmung noch gut. Tausende Zuschauer säumten die Strecke der ersten Wertungsprüfung im Stadtzentrum von Zwickau. 48 Teams hatten ihre Nennung bei der Sachsen Rallye abgegeben und der Veranstalter hatte sich alle Mühe gegeben, damit der Auftakt zur neu gegründeten Deutschen Rallye Serie ein Erfolg wird.

Doch die erste Sonderprüfung "Glück auf Brücke" hielt nicht, was ihr Name verspricht. Bereits auf der ersten Wertungsprüfung des zweiten Tages kam das Team mit der Startnummer 47 kurz vor dem Ziel von der Strecke ab und prallte gegen einen Baum. Bei dem heftigen Aufprall erlitten Fahrer und Beifahrer tödliche Verletzungen.

Nach dem Vorfall beendeten einige Teams die Rallye sofort, doch der Veranstalter wollte die Veranstaltung nach Rückprache mit den Angehörigen der Opfer weiter laufen lassen. Doch ein blitzartiger Wetterumschwung und heftige Schneeschauer sorgten dafür, dass die Rallye nach drei weiteren Wertungsprüfungen doch noch abgebrochen wurde, zumal sich nur noch eine Hand voll Teilnehmer im Wettbewerb befanden.

Bei der stillen Siegerehrung auf dem Hauptmarkt in Zwickau wurden dem Dänen Kristian Poulsen mit Copilot Ole Frederiksen die Siegerpokale überreicht. Matthias Kahle und Peter Göbel wurden bei der Sachsen-Rallye nur als Gesamt-Fünfte gewertet. Nach zwei Bestzeiten quittierte der Motor ihres Skoda Fabia WRC am Start der fünften WP für rund 40 Sekunden den Dienst, zudem kostete eine falsche Reifenwahl weitere Sekunden auf die Spitze.

Ob es bei der Sachsen-Rallye auch Punkte für die Meisterschaft gibt, ist noch offen. Denn nun muss geklärt werden, ob die Teilnehmer die dafür erforderlichen Wertungsprüfungs-Kilometer überhaupt gefahren haben.

Endergebnis Sachsen Rallye nach dem Abbruch nach WP 9:

1. Poulsen/Frederiksen Toyota Corolla WRC
2. Zeltner/P. Zeltner Mitsubishi Lancer + 1:12,7 min
3. Wevers/Goddé Toyota Corolla WRC + 1:30,3 min
4. Gaßner/Tannhäuser Mitsubishi Lancer + 2:01,5 min
5. Kahle/Göbel Skoda Fabia WRC + 3:25,9 min
6. Wallenwein/Zeitlhofer Skoda Octavia WRC + 3:28,8 min

 



Peter Göbel Deutscher Rallyemeister 2002, 2004, 2005, 2006, 2010 - Agentur plusrallye: Oldtimer | Rallye | Events