Erster Fabia-Sieg f

Erster Fabia-Sieg f

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Matthias Kahle und Peter Göbel holen sich nach dem verpatzten Saisonstart nun den ersten Gesamtsieg in der DRM 2005. Bei der Welfen Rallye rund um Oscherlsleben gewinnen die Skoda-Werksfahrer erstmals im neuen Fabia WRC. 

Am ersten Tag der Welfen Rallye sah es noch ganz nach einem spannenden Kampf mit dem Toyota-Piloten Kristian Poulsen aus. Nach vier Wertungsprüfungen beendete der Däne mit Beifahrer Ole Frederiksen den ersten Rallyetag mit einem Vorsprung von 2,9 Sekunden auf das Skoda-Duo. Doch bereits auf WP 5 krachte Poulsen nach einem Fahrfehler in den Gegenhang eines Grabens und beschädigte seine Corolla WRC schwer. Hier die Welfen Rallye aus der Sicht von Matthias Kahle und Peter Göbel als Stenogramm.

Die ersten zwei Wertungsprüfungen verlaufen ohne Probleme. Die Phase der Eingewöhnung beim Fabia wird länger dauern als erwartet, die Zeitabstände zwischen uns und Poulsen sind aber für uns ok. Auf WP 3 stirbt der Fabia-Motor beim Start ab, der Zeitverlust beträgt rund fünf Sekunden, damit geht der Däne im starken Toyota WRC in Führung. Eine weitere Sekunde verlieren wir auf dem 23,04 km langen Rundkurs in Oschersleben.

Der zweite Tag beginnt unerwartet. Kristian Poulsen zerstört seinen Toyota nach einem Verbremser stark, kurz darauf strandet 300 Meter vor der Unfallstelle auch Jan Kopecky im Gruppe N Mitsubishi als einziger ernster Gegner von Hermann Gassner mit Getriebeschaden. Damit ist die Hauptspannung aus der Rallye – für die Fans und auch für uns, weil wir den Kampf gerne bis zum Ende geführt hätten.

Danach können wir jede weitere Sonderprüfung für Einstellungen am Fahrwerk nutzen, das richtige Setup finden wir aber erst auf WP 11. Im Autocrossgelände folgt der Fabia endlich allen Befehlen, nach 10,79 Kilometern bleibt die Uhr bei 7:04,1 min stehen, rund zehn Sekunden schneller als der zügigste Konkurrent. Probleme bereiten immer noch die ganz schnellen Wellen, die mit hohem Tempo überfahren werden. Auf den letzten Highspeed-Etappen schonen wir deshalb den Wagen besonders, dafür fährt Maik Stölzel mit betagten Octavia WRC einige Bestzeiten. Dennoch: Nach 17 Wertungsprüfungen können wir den ersten Fabia Sieg für uns verbuchen, übrigens ein wichtiger Sieg für Skoda Deutschland und die Crew von Technikchef Josef Juracka, die uns dieses Projekt ermöglicht haben. Platz 2 geht an Markenkollege Maik Stölzel und Co Thomas Windisch vor Sandro Wallenwein und Pauli Zeitlhofer.

Endergebnis Welfen Rallye 2005 nach 17 WP:

1. Kahle/Göbel Skoda Fabia WRC
2. Stölzel/Windisch Skoda Octavia WRC + 1:51,7 min
3. Wallenwein/Zeitlhofer Mitsubishi Lancer Evo 7 + 2:35,2 min
4. Steudten/Fuchs Mitsubishi Lancer Evo 6 + 2:40,5 min
5. Gassner/Schrankl Mitsubishi Lancer Evo 7 + 2:55,7 min
6. Keskinen/Heikkilä Mitsubishi Lancer Evo 7 + 3:11,1 min

Meisterschaftstand nach 2 von 8 DRM-Läufen 2005:

1. Gassner/Schrankl Mitsubishi Lancer 68 Punkte
2. Kahle/Göbel Skoda Fabia WRC 65 Punkte
3. Steudten/Fuchs Mitsubishi Lancer 55 Punkte
4. Corazza Mitsubishi Lancer 46 Punkte
5. Stölzel/Windisch Skoda Octavia WRC 43 Punkte
6. Zehetmaier/Breuer Honda Civic Type R 42 Punkte

 



Peter Göbel Deutscher Rallyemeister 2002, 2004, 2005, 2006, 2010 - Agentur plusrallye: Oldtimer | Rallye | Events