Die DRS-Zahlenmeisterschaft 2006

Die DRS-Zahlenmeisterschaft 2006

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Die DRS 2006 ist vorbei, Matthias Kahle gewinnt seine siebte Meisterschaft. Wie schon im Vorjahr, lässt Plusrallye die Saison nochmal in Zahlen und Fakten revue passieren – von der Bestzeitenstatistik bis hin zur schnellsten WP.

Mit rund 161 WP-Gesamtkilometern zählt die Lausitz-Rallye zur längsten DRS-Veranstaltung des Jahres. Die mit 3,52 km kürzeste WP gibt es bei der Rallye Helfenstein, die längste Sprint-Etappe geht bei der Thüringen-Rallye über 25,00 Kilometern über die Bühne.

Rallye

WP-KM

WPs

kürzeste WP

längste WP

         
Sachsen

89,43 km

8

4,94 km

16,57 km

         
Erzgebirge

113,40 km

9

6,24 km

21,45 km

         
Ba-Württemberg

141,94 km

16

3,52 km

16,51 km

         
Niederbayern

125,25 km

12

6,30 km

22,23 km

         
Thüringen

119,73 km

8

8,31 km

25,00 km

         
Lausitz

161,53 km

11

9,76 km

22,92 km

         
Total

751,28 km

 64

  

 

Bei fast jeder Sonderprüfung des Jahres erreichen die Spitzenteams Höchstgeschwindigkeiten von 200 km/h, manchmal sogar deutlich darüber. Die schnellste Veranstaltung im Jahr 2006 ist die Rallye Niederbayern. Wie schon im Vorjahr liegt das Kurvengeschlängel von Thüringen auf Rang zwei.

Nur in Sachsen liegt die Durchschnittsgeschwindigkeit am Ende der Rallye auf Grund der katastrophalen Wetterbedingungen mit Schnee und Regen im Schnitt bei weniger als 100 km/h. Während der Lausitzer Zuschauerrundkurs Reichwalde unter allen 64 gewerteten Prüfungen die langsamte WP des Jahres ist, geht der Highspeed-Rekord der DRS ebenfalls in die Lausitz. Beim zweiten Durchgang der WP Mulkwitz fährt Mats Jonsson im Ford Focus WRC auf Schotter einen Schnitt von umgerechnet 139,98 km/h. Damit konnte er der Vorjahresrekord auf der selben Prüfung von Tord Linnerud (Toyota Corolla WRC) sogar noch einmal überbieten. Nachfolgend ist die langsamste und schnellste Wertungsprüfung aller sechs zur Deutschen Rallye Serie (DRS) zählenden Rallyes aufgeführt und wer dort Bestzeit fuhr. Der letzte Wert bezieht sich auf die Gesamt-Durschnittsgeschwindigkeit aller WP-Sieger am Ende der Rallye.

Rallye

Durchschnitt
langsamste WP

Durchschnitt
schnellste WP

Durchschnitt
aller WP’s

       
Sachsen

86,77 km/h
WP 1
Glück auf Brücke
Kahle/Göbel

110,87 km/h
WP 2
Thanhof-Schönfels
Kahle/Göbel

97,95 km/h

       
Erzgebirge

83,05 km/h
WP 1
Jahnsdorf
Kahle/Göbel

128,68 km/h
WP 7
Finkenburg
Kahle/Göbel

112,37 km/h

       
Baden-
Württemberg

98,30 km/h
WP 5
Berghüllen
Wevers/Goddé

117,36 km/h
WP 1
Drackenstein
Kahle/Göbel

110,78 km/h

       
Niederbayern

107,79 km/h
WP 9
Schöllnstein
Kahle/Göbel

126,51 km/h
WP 12
Straching-Burgsdorf
Kahle/Göbel

117,41 km/h

       
Thüringen

89,24 km/h
WP 1
RK Pößneck
Poulsen/Frederiksen

139,01 km/h
WP 8
Auma-Linda
Wallenwein/Zeitlhofer

125,05 km/h

       
Lausitz

77,33 km/h
WP 6
RK Reichwalde
Jonsson/Johansson

139,98 km/h
WP 8
Mulkwitz
Jonsson/Johansson

113,18 km/h

Sechs Events zählen im Jahr 2006 zur Deutschen Rallye Serie, am Schluss sind es über 750 Kilometer Vollgas. Nie fahren zwei Fahrer eine identische Zeit, am Ende tragen sich aber nur acht Teams in die Bestzeitenstatistik ein. Eine Überraschung gibt es hier dennoch. Denn Uwe Nittel gelingen bei der Rallye Helfenstein Baden-Württemberg mit dem Mercedes 190 E von 1989 zwei Bestzeiten vor den ansonsten überlegenen WRC von Kahle und Co.

Während die alten und neuen Meister Matthias Kahle und Peter Göbel im Skoda Fabia WRC 35 Vollgas-Etappen für sich entscheiden, verbuchen die Vizemeister Kristian Poulsen und Ole Frederiksen nur neun Bestzeiten. Mats Östberg schiebt sich nach fünf Top-Zeiten bei nur einer Rallye sogar auf Platz drei der Tabelle. In diesem Jahr werden alle Bestzeiten von Gruppe A-Fahrzeugen gefahren.

Der knappste Sieg in 2006 gehört dem Schweden Mats Jonsson. Bei der Lausitz-Rallye trennen ihn und seinen Verfolger Mats Östberg im Subaru gerade einmal zehn Sekunden. Dabei hätte der Subaru-Pilot die Rallye eigentlich gewonnen. Denn nur durch den Stempelfehler seines Beifahrer gibt es zwanzig Extra-Strafsekunden, die am Ende über Sieg und Niederlage entscheiden. Der knappste Sieg ohne Strafzeiten feiert Matthias Kahle bei der Thüringen-Rallye. Nur 12,5 Sekunden liegt der Skoda-Pilot im Ziel vor Markenkollege Sandro Wallenwein. Den deutlichsten, wenn auch traurigsten Sieg auf Grund des schlimmen Trabbi-Unfalls gehört Kristian Poulsen. Bei der Sachsen-Rallye wird nach WP 8 abgebrochen, bis dahin hat der Toyota-Fahrer einen Vorsprung von 1:12,7 min.

  Fahrer Auto

Bestzeiten

1. Kahle/Göbel Skoda Fabia WRC

35

2. Poulsen/Kristiansen Toyota Corolla WRC

9

3. Östberg/Unnerud Subaru Impreza WRC

5

4. Wevers/Goddé Toyota Corolla WRC

4

5. Wallenwein/Zeitlhofer Skoda Octavia WRC

3

  Zeltner/P.Zeltner Mitsubishi Lancer

3

  Jonsson/Johansson Ford Focus WRC

3

8.  Nittel/Brömmer Mercedes-Benz 190 E 2.5 16V

2

     

64

 



Peter Göbel Deutscher Rallyemeister 2002, 2004, 2005, 2006, 2010 - Agentur plusrallye: Oldtimer | Rallye | Events