Feuer und Benzinpumpe kosten Sachsen-Sieg

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Ein Feuer im Heck des Fabia WRC und ein Defekt in der Benzin-zufuhr sorgen für den ersten Ausfall bei der Sachsen-Rallye. Das frühe Ende kostet Matthias Kahle und Peter Göbel auch die Führung in der Deutschen Rallyemeisterschaft.

Als ersten Teilnehmer erwischte es Christian Poulsen und Co Ole Frederiksen im Toyota Corolla WRC. Schon nach der ersten WP mussten die Dänen ihr Auto mit Ölverlust abstellen. "Es hat nicht sollen sein", fluchten am ersten Tag der Sachsen-Rallye aber auch schon Matthias Kahle und Peter Göbel. Nach einem guten Start und mehreren Bestzeiten fing das Heck des 300 PS Skoda-Fabia im Ziel von WP 6 plötzlich Feuer. Nur mit Mühe konnte das Duo den Brand mit dem bordeigenen Feuerlöscher ersticken, danach versagte die Benzinzufuhr.

Trotzdem konnten sich die bis dahin Meisterschafts-Führenden noch über die siebte Wertungsprüfung retten, ohne an den Zeitkontrollen Strafzeiten zu kassieren. Die Zeitkontrolle vor der letzten Tages-WP 8 erreichten beide noch in der Karenzzeit mit elf Minuten Verspätung, doch dann ging der Motor erneut aus und ließ sich nicht mehr starten. "Wir haben gekämpft bis zum Schluss und fast hätte es noch gereicht, um wenigstens ein paar Punkte in der Tages- und Gesamtwertung zu kassieren", sagten Kahle und Göbel enttäuscht.

Am Samstag durfte der Skoda dann erneut starten, um wenigstens den zweiten Tagessieg bei der Sachsen-Rallye rund um Zwickau zu holen. Ohne ein einziges technisches Problem absolvierten Kahle und Göbel die letzten sieben Prüfungen des vierten DRM-Laufes und distanzierten sich vom Rest des Feldes mit fast 50 Sekunden Vorsprung, ein kleines Trostpflaster für den verpatzten Einsatz.

Den Gesamtsieg in Sachsen feierte indes Ruben Zeltner mit Ehefrau Petra im Gassner-Mitsubishi Evo 7 vor Hermann Gassner und Sigi Schrankl (damit auch Gruppe N-Sieger). Letztere übernehmen damit erneut die Führung in der Meisterschaft. Und weil der Österreicher Zeltner sich nicht für die Deutsche Meisterschaft eingeschrieben hat, erntet Gassner nach einem Antriebswellenschaden vom bis dato zweitplatzierten Sandro Wallenwein sogar noch volle 60 Zähler bei der Zwei-Tages-Veranstaltung.

In der Super 1600-Klasse siegte wie schon zuvor Horst Rotter mit Copilotin Sabrina Berdi im Opel Corsa vor den Markenkollegen Markus Fahrner und Michael Wenzel.

Tageswertung 1 Sachsen-Rallye 2005 nach 8 WP:

1. Zeltner/P.Zeltner Mitsubishi Lancer
2. Wallenwein/Zeitlhofer Mitsubishi Lancer + 0:28,6 min
3. Gassner/Schrankl Mitsubishi Lancer + 0:37,3 min

Tageswertung 2 Sachsen-Rallye 2005 nach 7 WP:

1. Kahle/Göbel Skoda Fabia WRC
2. Poulsen/Frederiksen Toyota Corolla WRC + 0:45,3 min
3. Zeltner/P.Zeltner Mitsubishi Lancer + 1:32,2 min

Endergebnis Sachsen-Rallye 2005 nach 15 WP:

1. Zeltner/P.Zeltner Mitsubishi Lancer
2. Gassner/Schrankl Mitsubishi Lancer + 0:39,1 min
3. Rotter/Berdi Opel Corsa Super 1600 + 0:59,4 min
4. Stölzel/Windisch Skoda Octavia WRC + 1:13,1 min
5. Corazza/Tonn Mitsubishi Lancer + 1:19,1 min
6. Fahrner/Wenzel Opel Corsa Super 1600 + 1:59,4 min

Meisterschaftsstand nach 4 von 8 DRM-Läufen:

1. Gassner/Schrankl Mitsubishi Lancer 156 Punkte
2. Kahle/Göbel Skoda Fabia WRC 125 Punkte
3. Zehetmaier/Breuer Honda Civic Type R 104 Punkte
3. Corazza Mitsubishi Lancer 104 Punkte
5. Rotter/Berdi Opel Corsa Super 1600 103 Punkte
6. Steinacker/Röhm VW Golf IV TDI 95 Punkte