| Kahle/Göbel übernehmen wieder die Führung in der DRM | | Drucken | |
| 18.07.2010 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Nach dem technischen Ausfall bei der Hessen-Rallye, dem zweiten Lauf zur Deutschen-Rallyemeisterschaft, stand schon vor der Rallye fest: Die Meisterschaft ist nur noch mit einem Sieg offen zu halten. Entsprechend motiviert absolvierte die Skoda-Crew einen ausgiebigen Test im tschechischen Bela. Fahrwerk und Abstimmung wurden an den Kahle-Fahrstil angepasst und am Ende fuhr der Skoda zumindest auf der Uhr über eine Sekunde schneller pro Minute. Das gute Gefühl zum Auto bewahrheitete sich dann auch bei der ersten Wertungsprüfung der Eifel-Rallye rund um Daun. Mit einer knappen aber auf dieser schnellen WP keineswegs sicheren Bestzeit starteten Matthias Kahle und Co Peter Göbel in die Rallye. Alle weiteren Prüfungen folgten am Samstag, und gleich auf der ersten Prüfung zog Vorjahessieger Olaf Dobberkau im Porsche 996 GT 3 mit Kahle/Göbel gleich. Exakt 0,2 Sekunden war er schneller als der Skoda Fabia S2000 des sechsfachen Deutschen Meisters, doch der konterte schon eine WP später und gab die Führung dann bis ins Ziel nicht mehr ab. Etwas einfacher hatte es das Skoda-Duo aber erst in der zweiten Hälfte des Tages. Während sich die Bestzeiten zwischen Matthias Kahle, Olaf Dobberkau und Kahle-Kollege Mark Wallenwein im zweiten Skoda Fabia bis zur Mittagspause abwechselten, erledigten sich die beiden Konkurrenten im Laufe der Rallye selbst. Dobberkau wollte auf der ultraschnellen WP Vulkaneifel seine Duftmarke setzen, doch unmittelbar vor dem Ziel flog der rote Porsche in die grüne Wiese und brauchte ganze 28 Sekunden, um den Weg zurück auf die Straße zu finden. Mark Wallenwein, Nachwuchsfahrer bei Skoda Auto Deutschland nahm eine Prüfung später die Spannung unfreiwillig aus der Rallye, als er an einem Abzweig vorbeirutschte und dabei auch noch das Auto abwürgte.
Die letzten drei WP fuhren Kahle/Göbel ohne jedes Risiko. Gleich auf WP 9 verschenkte die Crew ganze 20 Sekunden, um nichts zu riskieren, doch weil das den beiden ein bisschen zu langsam erschien, drehte man für die letzten beiden WP noch einmal den Gashahn auf. Magere fünf Sekunden Rückstand auf Olaf Dobberkau wurden auf der vorletzten WP gemessen, 1,4 Sekunden Vorsprung auf der letzten von elf gezeiteten Prüfungen. Damit war der zweite Laufsieg (nach dem Auftakterfolg im norddeutschen Süderbrarup) sicher und das Skoda-Duo reist zur Saarland-Rallye nun als Führende der Deutschen Meisterschaft. "Wir hatten im Hinblick auf die Meisterschaft doppeltes Glück, denn die beiden bis dahin Führenden des Championats wurden von schnelleren Fahrzeugen in ihrer Klasse geschlagen." Das kostete wichtige Punkte, so dass Kahle/Göbel nun mit sieben Zählern in Führung liegen. "Wenn alles so läuft, wie bei den vergangenen Rallyes, würde uns rein theoretisch ein dritter Rang im Saarland zum Titelgewinn reichen", meint Peter Göbel. Der letzte Lauf rund um Dillingen findet Anfang September statt.
Gesamtwertung Deutsche Rallyemeisterschaft nach 4 von 5 Läufen:
Weitere Infos zur Eifel Rallye und den Link zur Fotogalerie gibt es hier > Fotos: Frank Biller |
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